Du fragst Dich, welche Social Media Plattformen die Richtigen für Dich sind? Inzwischen gibt es unzählige Kanäle und da den Überblick zu behalten, ist schwierig. Fragst Du Dich vielleicht auch, ob Du einen oder mehrere Accounts haben solltest?

8 Social Media Kanäle im Überblick

Heute beleuchte ich einmal die acht, meines Erachtens nach, für Gründer wichtigsten Social Media Plattformen: Facebook | Tumblr | Xing | Instagram | Twitter | Pinterest | LinkedIn | Google+

Die Reihenfolge der Aufzählung hat hierbei keine besondere Bedeutung.

Es gibt leider nicht DAS Netzwerk für Alle, ein konkreter Vergleich wäre nicht möglich. Jedoch sollte für jedes Business etwas passendes dabei sein. Allein die Art der Kommunikation ist beispielsweise auf Xing ganz anders als auf Pinterest.

Facebook

Rund 30 Millionen Nutzer (Stand 2017) allein in Deutschland nutzen Facebook. Als Unternehmer an Facebook vorbei zu kommen, könnte schwierig sein. Bei Facebook kannst Du kostenlos die breite Masse erreichen und durch Facebook Ads (Werbeanzeigen) ebenso ganz konkret Deine Zielgruppe und skalierbare Ergebnisse erzielen. Die Möglichkeiten sind endlos, Du kannst Deine Blogbeiträge teilen, Fotos, Videos und sogar per Videoübertragung live gehen. Facebook wiederum belohnt ein Livevideo beispielsweise mit einer höheren Reichweite. Die Gruppen verhelfen Dir zu Neukunden, Kontakte für Kooperationen und den Aufbau Deines eigenes Netzwerkes. Meiner Meinung nach gibt es kaum keine Zielgruppe, die nicht bei Facebook angemeldet ist. Durch Hahstags erreichst Du auch Menschen mit Deinen Beiträgen, die bewusst nach bestimmten Themen suchen.

Eine Befragung von Marketingverantwortlichen weltweit ergab 2017, dass für 62% der Unternehmen Facebook die wichtigste Social-Media Plattform darstellt. (Quelle: Statista)

Tumblr

Hierbei handelt es sich um eine Blogging-Plattform, auf der auch so ziemlich alles geteilt werden kann. Von Texten, über Fotos, Videos, sogar Audiodateien. Dabei sind die Hashtags von großer Bedeutung, damit Beiträge gefunden und geteilt werden, was auch „Reblogging“ genannt wird. Tumblr ist perfekt, um viralen Content zu produzieren, denn diese Plattform lebt vom teilen. Eine nette Funktion ist die Verknüpfung von Tumblr zu Instagram, was die Benutzung noch einfacher macht. Auch nicht angemeldete User können die Inhalte sehen. Laut Statistik nutzten 2016 insgesamt 8% der Deutschen Tumblr, was im Gesamtbild der Social- Media Plattformen nicht viel ist. Trotzdem eignet sich Tumblr hervorragend zum testen. Du kannst beispielsweise Fotos teilen und nur solche, die eine höhere Anzahl an Reaktionen erhielten, auf Deinen anderen Kanälen teilen.

Xing

Diese Plattform eignet sich hervorragend, um B2B- Kontakte zu knüpfen und Dein Netzwerk zu erweitern. Gerade viele kleine und mittlere, deutsche, Unternehmen sind hier unterwegs.

Bei Xing gibt es ebenfalls viele Möglichkeiten, es können Privatprofile, Businessseiten und Gruppen erstellt werden, sowie Events. Dabei gibt es zwei Arten von Mitgliedschaft, zum einen die Basis-Mitgliedschaft, welche kostenlos ist. Als Alternative die Premium-Mitgliedschaft, die Kosten dafür variieren je nach Angebot.

Die Premium- Mitgliedschaft hat einige Vorteile, es kann in der Suchmaske gezielter gesucht werden, man bekommt eine Statistik über die Profilbesucher, es können Nachrichten auch an Nicht-Kontakte gesendet werden, und allem in allem sollen Premium-Profile besser gefunden werden.

Ein weiteres, nettes, Highlight sind die Kooperationen die Xing Premium- Mitgliedern anbietet. So bekommt man bei Drittanbietern beispielsweise Rabatte. Persönlich habe ich mich am meisten über den Black Status bei Vapiano gefreut, wodurch ich bei jedem Besuch ein Heißgetränk, ein Dessert oder einen Salat On Top bekomme, dort lässt es sich wunderbar arbeiten.

Instagram

Instagram ist eine Bildplattform über die Du mit Verknüpfung zu Tumblr und Facebook auf Dein Unternehmen aufmerksam machen kannst. Gerade Zitate und Inspirationssprüche sind hier gefragt und verbreiten sich, wenn sie gut sind, viral. Hier können ebenfalls Hashtags verwendet werden und die App ermöglicht eine direkte Bildbearbeitung. 2016 nutzten immerhin 21% der Deutschen Instagram als Plattform (Quelle: Statista) und auch hier kann man verschiedenste Zielgruppen antreffen.

Twitter

Twitter gehört zu DEN Mikroblogging Plattformen, hier kann man mit 140 Zeichen und Hashtags jeden erreichen, selbst wenn er einem nicht folgt. Hier gilt es vor allem sehr aktiv zu sein und mitzumischen. Twitter ist ebenfalls eine recht einfache Plattform, die Tweets sind schnell und unkompliziert erstellt. 2016 konnte man hier 16% der Deutschen antreffen.

Pinterest

Diese Plattform ist, ähnlich wie Instagram, für das Teilen von Fotos geschaffen. Hier kann auch geliked und repinnt werden und gerade Inspirationen zu den verschiedensten Themen sind hier beliebt. Um auf alle Inhalte zugreifen zu können, müssen sich User anmelden. Auch hier konnte man 2016 insgesamt 16% der Deutschen antreffen.

LinkedIn

Hier sind vor allem große Unternehmen anzutreffen, als Plattform für internationale B2B-Vernetzung. LinkedIn bezeichnet sich selbst als das größte, berufliche Netzwerk weltweit, mit rund 500 Millionen Mitgliedern.

Google+

Diesen Social Media Kanal sollte man nicht unterschätzen, da dieser direkt dem Google Giganten zuzuordnen ist. Auch wenn der große Erfolg ausbleibt, haben viele User ein Google+ Konto, da es bis vor einigen Jahren noch Pflicht war, ein Konto zu eröffnen, wenn man bestimmte Dienste nutzen wollte. Auf zu viele Interaktionen sollte man hier nicht hoffen, dennoch ist man mit einem Profil in der SERP sichtbarer.

Welches Netzwerk für Dich geeignet ist

Zunächst solltest Du Dir die Frage stellen, wo genau Deine Zielgruppe unterwegs ist. Und ob Du eher Privatpersonen oder Unternehmen ansprechen möchtest. Des Weiteren entscheidet die Art des Content über die Auswahl der Netzwerke, es kommt darauf an , ob Du beispielsweise überwiegend Texte oder Bilder teilen möchtest.

Meistens bleibt es ohnehin nicht bei der Nutzung einer Plattform. Trotzdem kann ich Dir nicht empfehlen, Dich gleich bei allen Kanälen anzumelden. Denn gerade wenn Nutzer interagieren sollen, bedarf es Pflege der Beiträge. Dabei können Tools wie Hootsuite oder Buffer helfen, damit Du den Überblick nicht verlierst.

Weitere Fragen, die Du Dir stellen solltest

  • Möchtest Du B2B kommunizieren?
  • Ist Dir die internationale Vernetzung wichtig?
  • Sollen hauptsächlich oder sogar ausschließlich Bilder geteilt werden?
  • Möchtest Du in Echtzeit mitmischen?

Es gibt eine Vielzahl an Plattformen, nicht jede ist geeignet

Trotzdem sollte immer hinterfragt werden, ob tatsächlich jede Plattform für Gründer im deutschsprachigen Raum geeignet ist. Als Empfehlung möchte ich Dir mitgeben, dass man mit Facebook schon mal grundsätzlich nichts falsch macht. Weitere Profile können das Gesamtbild ergänzen. Einige der Plattformen können miteinander verknüpft werden und wenn Du das Ganze mit den oben genannten Tools verwaltest, bewahrst Du den nötigen Überblick.

Welche Social- Media Kanäle nutzt Du am liebsten?